Adjud

Pfr. Moisa mit Pfr. Schanz (links) und seiner Tochter Eliza vor der ev. Kirche in Adjud

Adjud liegt in Ostrumänien. Unser Partner dort ist Pfarrer Constantin (Titi) Moisa, der einer evangelisch-lutherischen Gemeinde vorsteht. Er versieht sein Pfarramt ehrenamtlich.
Pfarrer Moisa kümmert sich seit vielen Jahren um eine große Roma-Siedlung in Marascheschti, etwa 35 km von seinem Heimatort entfernt. Fast jeden Tag schaut er dort vorbei und besucht die Familien, die teilweise in einem unbeschreiblichen Elend leben.

Zu seinen Aufgaben zählt auch die Betreuung von zurzeit (2018) 141 Patenkindern, die monatliche Zuwendungen von der Rumänienhilfe erhalten. Sehr wichtig ist ihm ein besonders guter Kontakt zu den Lehrern der Grundschule im Ort, die von den Roma-Kindern besucht wird. Die Lehrer führen Anwesenheitslisten und Pfr. Moisa hilft mit, dass die Kinder regelmäßig zur Schule gehen. Das ist in einem Roma-Dorf keine Selbstverständlichkeit. Erste Erfolge zeigen sich darin, dass Kinder aus dieser Schule bis zum Abitur kamen und studieren konnten. Nun arbeiten sie als Lehrer wieder an ihrer alten Schule. In Rumänien wird oft beklagt, dass die staatlichen Lehrkräfte kein Interesse an Roma-Kindern haben. Es ist ihnen egal, ob sie da sind oder nicht. Die Lehrer in Marascheschti sind anders. Sie kennen die Schwierigkeiten, unter denen ihre Schüler aufwachsen, und fördern die Kinder nach Kräften.

Sommercamp 2018

Pfarrer Moisa und ein Team von freiwilligen Mitabeitern veranstaltet jedes Jahr für die Kinder ein Sommercamp. In den drei Monaten Sommerferien ist das eine höchst willkommene Abwechslung im eher tristen Alltag der Kinder. In ihrem Dorf gibt es keinen Spielplatz und keine geeigneten Orte, an denen sich Kinder aufhalten und sich sinnvoll beschäftigen können. Eine Woche lang werden bis zu 250 Kinder  jeden Tag im Sommercamp betreut. Sie hören biblische Geschichten, singen, beten und machen Spiele. Außerdem gibt es eine leckere Mahlzeit. „Viele kommen hauptsächlich wegen dem Essen,“ sagt Pfr. Moisa. „Aber auch ihr geistlicher Hunger wird gestillt.“ Ohne die finanzielle Unterstützung durch die Rumänienhilfe könnte das Sommercamp nicht stattfinden.

Wie mag es der Familie hier im Winter gehen?

In schlecht isolierten Häusern ist der Winter hart. Es gibt manchmal bis zu 25 Grad minus. Deshalb bittet Pfr. Moisa die Rumänienhilfe regelmäßig um Holzgeld. Öl- oder Gasheizung hat niemand. Holz muss aus großer Entfernung heran transportiert werden und ist deshalb auch teuer. Einfach in den Wald gehen und Holz schlagen, ist nicht möglich. Wohl den Familien, die überhaupt so etwas wie eine Art Ofen haben. Die Rumänienhilfe gibt finanzielle Unterstützung zum Holzkauf.

Wirtschaftlich hinkt Ostrumänien anderen Landesteilen weit hinterher. Auch wer Arbeit sucht, findet nicht unbedingt welche. Und Lebensmittel sind in Rumänien in etwa so teuer wie bei uns. Familien, in denen der Hauptverdiener nur als Tagelöhner tätig ist, leiden darum vor allem im Winter oft Hunger. Besonders die Kinder trifft es hart. Sie sollen lernen und der Magen knurrt. Um die Not zu lindern gibt die Rumänienhilfe Kartoffelgeld. Pfr. Moisa und seine Mitarbeiter kaufen die Kartoffeln ein und geben sie Sackweise an die Familien ab.

Schüler der zweiten Klasse mit ihren Weihnachtspaketen

Was wäre Weihnachten ohne Geschenke – vor allem für die Kinder. Auch die rumänischen Kinder und noch mehr die Roma-Kinder freuen sich, wenn sie zu Weihnachten ein kleines Geschenkpaket bekommen. Darin findet sich vielleicht ein Kuscheltier, Handschuhe, eine Mütze, Stifte und Hefte für die Schule und ein wenig Süßigkeiten. 500 Kindern bereitet die Rumänienhilfe auf diese Weise ein fröhliches Christfest.

Möchten Sie hier mithelfen, das Leben für viele Kinder und Familien erträglicher und menschenwürdiger zu gestalten? Dann bitten wir Sie im Namen Jesu herzlich um Ihre Spende.