Brodina

Brodina ist ein kleiner, hübscher und sehr sauberer Ort in der Bucovina. Nur noch ein paar Kilometer sind es bis zur ukrainischen Grenze. Es sieht in der Gegend fast so aus, wie bei uns im Schwarzwald. Der Ort steht an der Schwelle, sich für den Tourismus zu öffnen. Er dient manchen als Ausgangspunkt für Wanderungen oder im Winter fürs Skifahren. Es gibt eine frisch renovierte Schule mit guten Lehrern und einen heimeligen Kindergarten im Ort. Der rege Bürgermeister sorgt dafür, dass Straßen instandgehalten werden und das Abwasser in einer Kläranlage geklärt wird. Das gibt es auch nicht überall in Rumänien.

Elena Torac mit kunstvoll gestalten Straußeneiern

Unsere Partnerin vor Ort ist Elena Torac, eine Frau mit besonderen Begabungen. Sie bemalt kunstvoll Eier, die sie übers Internet und an Touristen verkauft. Vom kleinen Vogelei bis zum großen Straußenei hat sie alle Größen in ihrem Sortiment.
Sie kocht auch gerne Marmelade ein. In den Tannenwäldern um Brodina gibt es viele Heidelbeeren. Frau Torac kauft sie den Sammlerinnen für gutes Geld ab und stellt dann in 300 Stunden etwa 1.000 Marmeladegläser zu je 450 g her. Diese Marmelade schmeckt unglaublich lecker. Man kann sie über die Rumänienhilfe beziehen. Denn durch den Verkauf decken wir die Kosten für wenigstens einen Hilfstransport ab.

Und noch eine weitere Begabung zeichnet Frau Torac aus. „Schon als Kinder haben wir heimlich Lebensmittel genommen und sie zu den armen Nachbarn gebracht,“ erzählt sie uns. Sie verwaltet für die Rumänienhilfe das Geld für zuzeit 35 Patenkinder und äußert sich dankbar über jede Form der Hilfe.

katastrophale Wohnverhältnisse für eine Mutter mit sechs Kindern

Aber sie hat auch Sorgenkinder. Zum Beispiel eine alleinerziehende Mutter von sechs Kindern. Sie wohnt in einem überaus baufälligen Haus. Es gibt keine Heizung, kein fließendes Wasser, keine Toilette, keine Küche. Das Dach und die Decken brechen schon durch und bald kommt der Winter. Ihr jüngstes Kind ist schwer herzkrank. Deshalb ist sie ans Haus gebunden und kann keiner Arbeit nachgehen. Keine Arbeit, keine Krankenversicherung. So ist das in Rumänien. In der Nachbarschaft gäbe es ein kleines Haus für nur 20.000 Euro zu kaufen. Ein Wunschtraum, aber für die Familie unerreichbar.
Gibt es mitfühlende Herzen, die sich dieser Not annehmen möchten? Dann bitten wir Sie in Jesu Namen um Ihre Hilfe.