Rundbriefe

Rundbrief Juli 2019

Liebe Paten, Spender und Freunde der Rumänienhilfe!

„Sorgt euch um nichts, sondern in allen Dingen lasst eure Bitten im Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kundwerden.“ (Philipper 4 Vers 6) Mit diesem Bibelwort grüße ich Sie sehr herzlich. Es ist ein so tröstliches Wort, denn es macht uns innerlich stark und gewiss, dass unser Leben, unser Alltag, und alles, was uns bewegt, bei Gott gut aufgehoben ist. „Sorgt euch um nichts“, diese Aufforderung, so hat einmal jemand nachgezählt, steht mindestens 365 mal in der Bibel, das heißt, sie gilt an jedem Tag des Jahres. Ich könnte Ihnen jetzt viele Geschichten erzählen, wie ich dieses „sorgt euch um nichts“ in den letzten Monaten bei der Rumänienhilfe erlebt habe. Zum Beispiel diese:

Da erreicht mich die Bitte aus Adjud, ob wir nicht mithelfen könnten, das Dach eines Hauses zu sanieren, durch das es schon länger hereinregnet. Der Putz fällt großflächig von der Decke. Und in dem „Haus“ wohnt eine zehnköpfige Familie in einem Raum mit etwa 18 m2. Wie muss sich das anfühlen, zumal im Winter, auf dem feuchten Boden zu schlafen? Als ich nachfrage, teilt mir Pfr. Moisa mit, dass er 2.700 Euro benötigen würde, um ein neues Dach aufzurichten, – nur die Materialkosten, die Arbeiten selbst werden von freiwilligen Helfern durchgeführt.

Die Not bereitet mir eine schlaflose Nacht. Aber am andern Tag sind plötzlich 3.000 Euro auf dem Konto der Rumänienhilfe, die ein einzelner Spender überwiesen hat! Ich bin wirklich sprachlos. Jetzt reicht das Geld sogar noch für einen neuen Ofen, um das Haus ordentlich zu beheizen. „Sorgt euch um nichts!“ Ja, das gilt, denn wir haben einen großen Gott, der unsere Bitten erfüllt, noch bevor wir zu ihm rufen, und der hilft weit über alles Bitten und Verstehen. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine „sorgenfreie“, gesegnete und erholsame Sommer- und Urlaubszeit.

Ich möchte Ihnen an dieser Stelle auch wieder einmal aus tiefstem Herzen danken, dass Sie uns in den vergangenen Monaten mit Spenden und Hilfsgütern so großzügig unterstützt haben. Möge Gott Sie dafür reichlich segnen. Viele Menschen in Rumänien falten für Sie die Hände und danken Gott, dass es Sie gibt.

Wichtig: Unsere Hilfsgüterannahmestelle wird ab 30. August von Mössingen nach Öschingen verlegt!

Anfang Juli erhielten wir von der Stadt Mössingen die Nachricht, dass sie beabsichtigt, ab Dezember mit dem Abbruch des Hauses in der Bahnhofstraße 36 zu beginnen. Dort war seither unsere Hilfsgüterannahmestelle untergebracht. Die Stadtverwaltung hat uns dankenswerterweise schon vor längerer Zeit ein Ausweichquartier in Aussicht gestellt. Das ist nun soweit vorbereitet, dass wir dorthin umziehen können. Wir nehmen deshalb noch bis zum 3. August Ihre Hilfsgüter in der Bahnhofstraße entgegen. In unserer Sommerpause vom 4. bis 29. August ziehen wir nach Öschingen um. Ab Freitag, 30. August, nehmen wir Ihre Hilfsgüter nur noch in Öschingen an. Die neue Adresse lautet: Reutlinger Straße 27 (Ortsmitte, dort, wo der Maibaum aufgestellt wird, gegenüber der Kreissparkasse. Links vom Haus ist ein Parkplatz.) Bitte nehmen Sie beim Befahren des Hofes Rücksicht auf die Nachbarn vom Haus gegenüber und halten Sie die Zufahrt immer frei.

Sie finden uns also ab Freitag, 30. August, in der Reutlinger Straße 27 in Öschingen. Die Öffnungszeiten bleiben wie gewohnt: am Freitag von 14.30 Uhr bis 17.30 Uhr und am Samstag von 10 bis 12 Uhr.

Ein großes Hoffnungszeichen: Das Casa Painii (Haus des Brotes) in Marascheschti

Ein ganzes Jahr lang, seit ich den Vorsitz der Rumänienhilfe übernommen habe, ging ich mit der Frage um, wie wir vor allem die Roma-Kinder in Marascheschti auf eine bessere Zukunft vorbereiten können. Bildung ist dazu der wichtigste Schlüssel. Nun habe ich bei meinem Besuch Ende März eine großartige Überraschung erlebt. Was ich mir bis dahin nur kühn erträumt habe, ist schon Wirklichkeit. Die Missionsgesellschaft „Licht im Osten – Schweiz“ hat in dem Roma-Dorf ein Haus erstellt, in dem Kinder „Hausaufgabenbetreuung“ erhalten, die von ihren Eltern keine Unterstützung bekommen können, zum Beispiel, weil diese Analphabeten sind.

Sechzig Kinder kommen täglich in dieses Haus. In drei Schichten erhalten sie zusätzlichen Schulunterricht, werden individuell gefördert und ermutigt, regelmäßig die Schule zu besuchen. Jedes Kind erhält zudem täglich eine gesunde Mahlzeit. Zwei Sozialarbeiter halten mit den Lehrern in der Grundschule Kontakt. Wenn ein Kind mehrere Tage fehlt, gehen sie in die Familie und bringen das Kind zur Schule und anschließend in die Hausaufgabenbetreuung. Die Schweizer Missionsgesellschaft finanziert den Betrieb und die gesamte Einrichtung. Der Ort hat sich seither schon sichtbar verändert. Ein Segen und ein großes Hoffnungszeichen für die Familien im Roma-Dorf, und für mich ein weiterer Hinweis auf das Bibelwort: „Sorgt euch um nichts“.

Heidelbeer-Marmelade aus den Karpaten

Ende September oder Anfang Oktober erwarten wir eine neue Lieferung mit der köstlichen Bio-Heidelbeer-Marmelade aus den Karpaten. Als schon längst alle Gläser weg waren, haben immer wieder Mitglieder vom Freundeskreis nachgefragt, ob es noch welche gibt.

Elena Torac aus Brodina hat uns mitgeteilt, dass Sie dieses Jahr eine gute Ernte erwartet. Bitte erkundigen Sie sich bei uns ab Oktober, ob die Marmelade eingetroffen ist. Wir werden sie in unserer neuen Annahmestelle in Öschingen für Sie bereithalten. Auch in der Bücheroase in der Falltorstraße in Mössingen steht sie im Regal zum Mitnehmen bereit. Ab zehn Gläsern bringen wir sie auch zu Ihnen nach Hause.

Hochwasser in Rachita bei Mühlbach (Sebes)

Von unseren Partnern in Talmaciu hat uns Anfang Juli die Nachricht erreicht, dass die Region um Rachita, westlich von Mühlbach, von einem schweren Hochwasser betroffen war. Bis zu einem Meter hoch stand das Wasser in den Wohnungen. Wir haben erste Hilfe geleistet mit Kleidern und Schuhen, Matratzen, Bettzeug und Lebensmitteln. Unsere Partner danken im Namen der Betroffenen für alle Hilfe von ganzem Herzen. Sie halten uns auch auf dem Laufenden, wo noch besondere Hilfe nötig ist.

Alte Fahrräder leisten unschätzbare Hilfe

„Könntest du uns vier Fahrräder schicken?“, schrieb mir Pfr. Titi Moisa aus Adjud im April. „Vier Männer könnten bei der Stadtverwaltung in Focşani eine Anstellung erhalten. Aber sie wissen nicht, wie sie zu Ihrer Arbeitsstelle kommen sollen.“ Am 27. Mai gingen die Fahrräder zusammen mit vielen Hilfsgütern auf dem LKW nach Rumänien auf die Reise und lösten dort große Freude aus. Die vier Familienväter haben, wie versprochen, ihre Festanstellung erhalten. Sie sind dadurch krankenversichert und beziehen ein regelmäßiges Einkommen. Was für ein großer Segen – und vielen Dank den Spendern!

Nun wünsche ich Ihnen von Herzen eine erholsame Urlaubs- und Ferienzeit. Ganz herzlich grüßt Sie auch im Namen von Vorstand und Ausschuss

Ihr Siegfried Schanz

P.S.: Wir möchten gerne unseren Adress-Bestand aktuell halten. Bitte teilen Sie uns Änderungen mit.
Bitte vergessen Sie bei Spenden Ihre Adresse nicht, damit wir uns bei Ihnen bedanken können.