Rundbriefe

Rundbrief Dezember 2019

Liebe Paten, Spender und Freunde der Rumänienhilfe!

„Mache dich auf, werde licht; denn dein Licht kommt, und die Herrlichkeit des Herrn geht auf über dir! Denn siehe, Finsternis bedeckt das Erdreich und Dunkel die Völker; aber über dir geht auf der Herr und seine Herrlichkeit erscheint über dir.“ (Jesaja 60,1.2) Mit diesem verheißungsvollen Wort grüße ich Sie sehr herzlich zu dieser Advents- und Weihnachtszeit.

Ist das nicht eine großartige Sache, dass wir für diese Welt ein Licht sein dürfen? Es gibt so viel Dunkelheit in den Herzen und in den Häusern der Menschen bei uns wie auch in Rumänien. Was ist es da für ein Vorrecht, überall dort Lichter anzuzünden, wo die Nacht zu regieren scheint.

Ein König stellte einmal seinen drei Söhnen die Aufgabe, eine große Scheune vollständig mit etwas auszufüllen. Der eine versuchte es mit Heu, der andere mit Stroh. Der dritte aber stellte eine kleine Kerze in den dunklen Raum – und die leuchtete bis in die letzte dunkle Ecke.

So empfinde ich immer wieder, was Jesus für uns getan hat. Sein Licht leuchtet, auch wenn es um uns her noch so dunkel ist. Seine Wahrheit macht uns frei. Seine Liebe inspiriert uns zu großen und kleinen Taten der Barmherzigkeit. In all dem wird sein Geist lebendig und leitet uns auf dem richtigen Weg.

Ganz klein fing das an mit dem Kind in der Krippe. Ganz gering war am Anfang das Wirken der paar Jüngerinnen und Jünger. Doch Jesu Reich besteht und wächst „bis allen sein großer neuer Tag gehört“.

In seinem Namen wünsche ich Ihnen eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit und dass es auch für Sie licht und hell wird durch den Glauben an Jesus Christus.

Das Licht, das wir durch die Rumänienhilfe zu den Menschen in diesem osteuropäischen Land bringen können, leuchtet hell.

Mehr als 200 Patenkinder und ihre Familien werden von uns dank treuer Spenderinnen und Spender jeden Monat mit einem Geldbetrag unterstützt. Für alle Familien, die solche Hilfe bekommen, ist sie lebensnotwendig. 40 Tonnen Kartoffeln haben unsere Partner auch dieses Jahr wieder eingekauft und an alte Menschen, Großfamilien und Arme verteilt. Mit Holz und Lebensmitteln helfen wir etwa 1.000 Familien, den schweren Winter zu überstehen. Ich möchte Ihnen allen aus tiefstem Herzen danken, dass Sie uns auch in diesem Jahr mit Spenden und Hilfsgütern so großzügig unterstützt haben. Möge Gott Sie dafür reichlich segnen. Auch unsere Partner in Rumänien bitten uns, Ihnen ihren Dank zu übermitteln. Sie schließen Sie regelmäßig in ihre Gebete und Fürbitten mit ein.

Besondere Hilfsprojekte

Im Frühjahr erreichten uns dringende Bitten aus Brodina und Adjud, bei zwei Dachsanierungen zu helfen. In beiden Häusern fiel schon der Verputz von der Decke und es regnete reichlich in die Wohnungen herein. In einem Fall betraf das eine zehnköpfige Familie, die keine Chance hatte, dem Regen auszuweichen. Im andern Fall stellte die Familie schon monatelang viele Töpfe und Eimer auf, um das Regenwasser aufzufangen. Ein unhaltbarer Zustand. Unsere Partner ermittelten die Kosten und im Ausschuss trafen wir die Entscheidung, dass wir die Mittel zur Verfügung stellen konnten, um zu helfen.

Die Materialkosten bezahlte die Rumänienhilfe. Die Arbeiten selbst wurden zum Teil mit ehrenamtlichen Helfern vor Ort durchgeführt. Was für ein Segen, was für eine Freude und was für eine Dankbarkeit, als bei beiden Familien die Dächer wieder dicht waren. Hier konnte das Licht Jesu einen ganz hellen Schein verbreiten.

 

 

 

 

Schicksalsschläge: Ein Haus brennt ab

Am 9. Oktober erreichte mich die Nachricht, dass in Marascheschti ein Haus abgebrannt ist. Der Dachstuhl war zerstört, Fenster und Türen verbrannt und vom Inventar war nur noch ein rauchender Trümmerhaufen übrig. Und nun stand der Winter bevor. Die zehnköpfige Familie errichtete mit ein paar Decken ein „Zelt“ als Notunterkunft. Erschüttert gab ich die Information per Rundmail weiter. Zwei Tage später waren über 1.000 Euro, drei Tage später schon fast 10.000 Euro auf unserem Konto eingegangen. Noch am gleichen Tag gab ich grünes Licht für den Wiederaufbau. Eine Woche später erhielt ich bereits Bilder vom aufgerichteten Dachstuhl. Nach weiteren zwei Wochen konnte sich Familie Franke (unser 2. Vorsitzender) bei einem sowieso schon geplanten Besuch vor Ort davon überzeugen, dass der Wiederaufbau abgeschlossen war. Nur der Innenausbau fehlte noch.

Ich war sprachlos, sowohl über die großzügige Hilfsbereitschaft hier bei uns, als auch über die Tatkraft vor Ort, die eine schier hoffnungslos erscheinende Not gewendet haben. Ist das nicht wie ein Weihnachtswunder und ein großes helles Licht in dieser manchmal so dunklen Welt?

Wir sind umgezogen

Neben der laufenden Arbeit mit der Hilfsgüterannahme und den Transporten, mussten wir auch noch den Umzug von der Bahnhofstraße nach Öschingen bewältigen. Spannend blieb, ob wir die Bahnhofstraße rechtzeitig und vollständig würden räumen können. Erste Erleichterung machte sich bei mir breit, als wir im September beim letzten Transport von der Bahnhofstraße aus nur noch wenige Bananenkartons übrighatten. Am 31. Oktober konnte ich das Haus vollständig geräumt an die Stadtverwaltung übergeben. Vierzehn Jahre lang bot es der Rumänienhilfe eine Heimat.

Spannend war aber auch, ob der große LKW überhaupt in Öschingen würde in den Hof hineinfahren können. Ein erster Versuch scheiterte nämlich. Der Fahrer gab entnervt auf. Wir beschlossen deshalb, den Zaun vor dem Haus beweglich zu machen, um mehr Spielraum zu gewinnen. Am 26. Oktober schließlich musste sich zeigen, ob das genügte. Mir fiel ein riesengroßer Stein vom Herzen, als der 40-Tonner diesmal gleich im ersten Anlauf die Einfahrt nahm. Gottes Licht scheint doch hell in dieser Zeit.

Marmelade aus den Karpaten

Elena Torac hat in Brodina wieder 1.000 Gläser Heidelbeermarmelade für uns eingekocht, ein Naturprodukt, fair gehandelt und lecker. Fleißige Hände schmückten hier bei uns die Gläser, so dass sie sich wieder ausgezeichnet als Mitbringsel bei einem Besuch, als kleines Geschenk zum Geburtstag und an Weihnachten, oder einfach als Dankeschön für einen lieben Menschen eignen. Wir erbitten 5 Euro pro Glas. Sie erhalten die Marmelade
bei Familie Roger Franke in Malmsheim
– in der Hilfsgüterannahmestelle in Öschingen
– und in der Bücher-Oase, Falltorstraße 80, in Mössingen.

Öffnungszeiten in der Annahmestelle

Am neuen Standort in der Reutlinger Straße 27 im Ortsteil Öschingen gelten wie gehabt folgende Öffnungszeiten:
jeden Freitag von 14.30 Uhr bis 17.30 Uhr
jeden Samstag von 10 Uhr bis 12 Uhr.
Die Annahmestelle bleibt am 14. Dezember geschlossen. Wir laden einen LKW.

Bitte um Mithilfe

Die Arbeit in der Annahmestelle ist mit unseren 24 Helferinnen und Helfern derzeit kaum noch zu bewältigen. Der Andrang ist erfreulich groß. Deshalb wir bitten um weitere Helferinnen und Helfer – gern auch unter der Woche, besonders aber am Freitagnachmittag und am Samstagvormittag.

Bitte rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns eine Mail!

Nun wünsche ich Ihnen von Herzen eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit, sowie ein gesundes und gesegnetes neues Jahr, den Frieden Gottes und den Heiligen Geist.

Es grüßt Sie sehr herzlich auch im Namen von Vorstand und Ausschuss
Ihr Siegfried Schanz

P.S.:
Wir möchten gerne unseren Adress-Bestand aktuell halten. Bitte teilen Sie uns Änderungen mit.
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