Rundbrief im Advent 2025
Liebe Paten, Spender und Freunde der Rumänienhilfe,
„Euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids.“ (Lk.2 Vers 11).
In Rosenberg bei Ellwangen steht dieses Altarbild, auf dem der Maler und Pfarrer Sieger Köder seine Sicht von der Geburt Jesu dargestellt hat. Auffallend, wie sehr Maria sich ihrem Kind zuwendet, es liebevoll küsst. Jesus aber hat etwas anderes im Blick. Er wendet sich dem Betrachter zu. Ihn schaut er erwartungsvoll an, als wollte er fragen: Glaubst du, was hier geschieht? Der Heiland ist geboren, auch für dich!
Von unten taucht David auf, der zunächst Hirte, dann König war. Er hält seinem Nachkommen die Krippe, auf der zu lesen ist INRI, das heißt: Jesus von Nazareth, König der Juden. Die spätere Aufschrift am Kreuz. Krippe und Kreuz sind aus dem gleichen Material: Geburt und Erlösung, Leben und Tod gehören zusammen.
Über Maria aber träumt Josef einer besseren Zukunft entgegen. Er träumt von Arbeit und Brot, von Frieden und Gerechtigkeit. Neben der Krippe steht ein Hirtenmädchen und über ihm leuchtet der Stern. Er sagt: Gott rettet und erlöst uns. Ein Traum wird wahr. Der Stern bezeugt: Mach es wie Gott, werde Mensch.
Ist das nicht eine wunderbare Weihnachtsbotschaft für uns in der Rumänienhilfe? Wir möchten mit unseren Projekten und Programmen bezeugen, dass wir einen menschlichen Gott haben, der uns hilft, menschlich miteinander umzugehen. Vielen Dank, dass sie dieses Herzensanliegen mit Ihren Spenden und mit tatkräftiger Unterstützung fördern. Ich staune immer wieder, mit welcher Intensität, Ernsthaftigkeit aber auch Freude unsere Partner in Rumänien bei der Arbeit sind, Menschen in Not die Liebe Gottes spürbar nahezubringen.
Vielleicht trägt die kommende Advents- und Weihnachtszeit auch bei uns dazu bei, dass wir uns davon inspirieren lassen. Gerne möchte ich Sie dazu ermutigen.
In diesem Sinn wünscht Ihnen die Rumänienhilfe Mössingen ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest – Frieden und Zuversicht auch im neuen Jahr.
Von Herzen danken wir allen unseren Paten, Spendern und Freunden, die uns so treu und regelmäßig unterstützt und wieder ein großes Herz bewiesen haben. Wir danken für zahlreiche und großzügige Spenden. Möge Gott Sie dafür reichlich segnen.

Hoffnung und Zukunftsträume bauen!
Wie Josef im Bild von Sieger Köder von einer glücklichen Zukunft träumt, so träumen auch in Budila junge Menschen von einem besseren Leben. In Rumänien endet die 8. Klasse mit einer Abschlussprüfung, die darüber entscheidet, welche Schulen die Schüler bis zum Schulabschluss besuchen können. Ein besonderes Ereignis im Schuljahr ist deshalb die Exkursion zu verschiedenen Berufsschulen, damit die Jugendlichen sich frühzeitig Gedanken über ihre Zukunft machen können. Eine Ausbildung ermöglicht es ihnen, schon während der Schulzeit Geld zu verdienen und sichert einen Arbeitsplatz nach dem Abschluss der 11. Klasse. „Wir haben das große Glück, nicht nur hervorragende Berufsschulen in Brasov zu haben, sondern auch engagierte Freiwillige wie Alina und Adrian, die mit den Jugendlichen über Gottes Pläne für ihr Leben sprechen,“ schreibt Steffi Vogel. Die Begleitung der Jugendlichen über ihre Zeit im Agapecenter hinaus, ist ein entscheidender Baustein, dass sie auf dem eingeschlagenen Weg weitergehen. Dafür ist Zeit und Geld notwendig. Möchten Sie mit einer Patenschaft die Jugendlichen auf diesem Weg begleiten?

Ein Traum: eine Halle für das Agapecenter
Träumen darf man ja. Und auch das Team von FFR träumt: von einer Halle hinter dem Agapecenter. „Diese Halle wird das Programm für die Oberstufe bereichern, indem sie einen sicheren Raum für Hausaufgaben, Nachhilfe und eine Jugendgruppe schafft. Zudem bietet das Gebäude in den kalten Wintermonaten eine Möglichkeit für Sport und Spiele sowie eine Bühne für Aufführungen und Abschlussfeiern,“ zeigt sich Steffi Vogel überzeugt. Für die Jugendlichen nach der 8. Klasse soll sie ein Ort werden, wo sie sich treffen und über ihre Sorgen und Nöte sprechen können. Und noch eine Gruppe kommt hier in den Blick: jugendliche Mütter, die doch eigentlich eine Berufsausbildung machen wollten. Sie brauchen Anleitung, wie sie beides unter einen Hut bringen können. Die Halle wäre also eine tolle Ergänzung zum bestehenden Raumangebot. Und träumen darf man ja.

Träume an finsteren Orten
Matthias Ruopp macht sich mit seinem Team regelmäßig auf den Weg, um in rumänischen Gefängnissen Veranstaltungen durchzuführen. Ein zweistündiges Programm wartet auf die Gefangenen. Viele von ihnen sind suchtgefährdet durch Alkohol und Drogen. Und alle tragen Schuld mit sich herum. Oft schon viele Jahre lang. Was erwartet sie eigentlich draußen, wenn sie vielleicht eines Tages wieder in die Freiheit entlassen werden? Träumen sie von dieser Freiheit oder ist sie nicht vielmehr ein Alptraum mit Rückfällen in ihr altes Leben, mit neuer Schuld, mit Ablehnung und Ausgrenzung.
Das Team von Matthias möchte diese Träume in eine andere Richtung lenken. Sie sollen vom Hoffnungshafen träumen, einem Ort, wo sie jemand auf dem Weg zurück in ein normales Leben begleitet. Jemand, der sie nicht bevormundet, sondern mündig macht, und ihnen Wege zu einem geregelten Alltag zeigt: durch Arbeit in der Landwirtschaft, in einer Schreinerei, in der Gärtnerei. Und wo sie vor allem eine neue Perspektive, einen neuen Sinn und tragfähigen Glauben finden. Der Hoffnungshafen ist ein Ort, von dem möglicherweise viele träumen. Wer möchte hier mithelfen, dass das Leben der Bewohner wieder menschlich wird?

Elenas Traum von einem Balkenmäher
„Sie ist ein Licht in dunkler Nacht,“ sagen die Leute in Brodina von Elena. Und in der Tat: sie packt immer selbst mit an, wo es nötig ist. Da wohnen ältere Leute weitab von der Zivilisation in den Bergen rund um Brodina. Strom? Fehlanzeige. Wasser: von der Quelle in der Nähe des Hauses. Brennholz für den Winter: mühsam von weither angeschleppt. Eine Kuh oder zwei Ziegen sichern das Überleben. Aber die brauchen im Winter Heu. Die älteren Leute schaffen es nicht mehr, an den steilen Hanglagen mit Sensen und Sicheln Gras zu schneiden, es zu trocknen und in die Scheune zu fahren. Also macht Elena das Heu. Ihr Mann und ein paar Freiwillige helfen noch. Aber die Motivation, auf dem Berg zu arbeiten, ist schwierig. Da muss man ein Angebot machen können. Elenas Idee: ein Balkenmäher könnte helfen, sowohl beim Heu machen in den Bergen, als auch beim Heu machen unten im Tal, wo die Freiwilligen wohnen. So wäre allen geholfen.
Ihre Spenden haben es ermöglicht: Der Traum von Elena ist wahr geworden und die Dankbarkeit aller unendlich groß.
Nun wünsche ich Ihnen von Herzen eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit, sowie ein gesundes und gesegnetes neues Jahr.
Es grüßt Sie sehr herzlich auch im Namen von Vorstand und Ausschuss
Ihr Siegfried Schanz
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