Rundbriefe

Rundbrief Dezember 2018

Liebe Paten, Spender und Freunde der Rumänienhilfe,

„Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer.“ (Sacharja 9,9) Mit diesem Wort, das über der Woche vom ersten Advent steht, grüße ich Sie sehr herzlich. Es erinnert uns an die immer noch gültige und ewige Wahrheit, dass Gott ein Herz für diese Welt hat, auch wenn wir das Gefühl haben, dass vieles im Chaos versinkt. Gott kommt und zögert nicht, zu helfen. Sein Christus, der königliche Messias, steht ein für Gerechtigkeit. Er ist ein Freund der Armen und Elenden, ein Helfer. Im hebräischen Wort für „Helfer“ klingt der Name „Jesus“ an. Was für ein Trost! In seinem Namen wünsche ich Ihnen eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit und dass er sich auch an Ihnen erweise als ein „Gerechter und ein Helfer“.

Dasselbe wünschen wir uns natürlich auch für die Menschen in Rumänien, denen wir im Namen Jesu Hilfe zuteilwerden lassen. Mehr als 200 Patenkinder und ihre Familien werden von der Rumänienhilfe dank treuer Spenderinnen und Spender jeden Monat mit einem Geldbetrag unterstützt. Für alle Familien, die solche Hilfe bekommen, ist sie lebensnotwendig. Ich möchte Ihnen allen aus tiefstem Herzen danken, dass Sie uns auch in diesem Jahr mit Spenden und Hilfsgütern großzügig unterstützt haben. Möge Gott Sie dafür reichlich segnen. Auch unsere Partner in Rumänien bitten uns, Ihnen ihren Dank zu übermitteln. Sie schließen Sie regelmäßig in ihre Gebete und Fürbitten ein.

Kartoffelgeld

Kartoffeln für arme Familien

Mit Ihren Spenden konnten wir in Rumänien etwa 30 Tonnen Kartoffeln einkaufen. Unsere Partner in den sechs Gemeinden, die von der Rumänienhilfe betreut werden, haben diese Lebensmittel an etwa 600 Familien verteilt, so dass auf jede Familie im Durchschnitt etwa ein Zentner Kartoffeln kommen. Familien mit vielen Kindern erhalten etwas mehr, Alleinstehende natürlich weniger. Die Altersarmut ist in Rumänien erschreckend groß. Aber auch Familien mit vielen Kindern leiden generell Not, wenn die Väter nur als Tagelöhner arbeiten und kein geregeltes Einkommen erzielen können. Kommt dann der Winter und fällt über Wochen der Lohn aus, hungern die Familien.

Unser Kartoffelgeld mildert die Not.

In den Elendshütten der Roma-Dörfer ist keine Vorratshaltung möglich. Die Häuser haben keinen Keller und keinen Dachboden. Da sie in der Regel auch nicht ans Stromnetz angeschlossen sind, gibt es keine Kühl- oder Gefriermöglichkeiten. Unsere Partner haben uns deshalb schon jetzt gebeten, im Januar oder Februar noch einmal Lebensmittelhilfe zu leisten.

Holzgeld

In 80 Prozent der Häuser in Rumänien wird noch mit Holz geheizt. In ärmeren Familien ist das grundsätzlich so. Die Winter in Rumänien können jedoch sehr kalt sein. Es gibt Temperaturen bis minus 25 Grad. Wärmedämmung und moderne Heizsysteme sind für die von uns betreuten Familien ein unerschwinglicher Luxus. Ein Holzofen, der zugleich als Kochstelle dient, gilt bereits als große Errungenschaft. Holz wird aber leider Jahr für Jahr teurer, weil große holzverarbeitende Firmen aus Westeuropa die rumänischen Wälder als Quelle nutzen. Einfachen Menschen ist es deshalb seit einiger Zeit verboten, im Wald selbst Holz zu schlagen. Ein Festmeter Holz kostet etwa 50 Euro. Das ist für rumänische Verhältnisse sehr viel Geld bei einem durchschnittlichen Monatseinkommen von 300 Euro. Dank Ihrer Spenden werden es viele Familien an den kommenden Feiertagen trotzdem warm haben und hoffentlich nicht in der Kälte sitzen.

Familie in Not

Elena Torac verteilt Hilfsgüter in Brodina

Ich bin immer wieder gefragt worden, was aus der Familie geworden ist, von der ich im letzten Rundbrief geschrieben habe. Elena Torac, die verantwortliche Mitarbeiterin vor Ort, konnte die Familie inzwischen in einem anderen Haus unterbringen. Das ist zwar auch in keinem besseren Zustand als das vorherige, aber es hat wenigstens Strom- und Wasseranschluss. Dank zweckgebundener Spenden konnten wir für die Familie einen Kühlschrank, einen Herd und eine „halbautomatische“ Waschmaschine besorgen. „Halbautomatisch“ bedeutet: das Wasser muss von Hand zugeführt werden. Den Rest macht die Maschine. Die Familie ist für diese Hilfe unendlich dankbar, bedeutet sie doch eine große Erleichterung im Alltag.

Marmelade aus den Karpaten

Für eine Fahrt nach Rumänien hat uns das Mössinger Autohaus Wagner dankenswerterweise kostenlos einen Sprinter zur Verfügung gestellt. Roger und Carola Franke konnten mit diesem Transportmittel 900 Gläser Heidelbeer-Marmelade aus Brodina nach Mössingen bringen. Für das Pflücken der Heidelbeeren erhalten die Sammlerinnen einen fairen Preis. Die Beeren kommen erntefrisch aus den Tannenwäldern rund um Brodina, das nur wenige Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt liegt.
Elena Torac hat die Marmelade mit eigener Hand eingekocht. Jetzt warten die Gläser auf spendenfreudige Menschen. Je nach Größe erbitten wir einen Betrag zwischen 4 und 6 Euro.

Die Marmelade eignet sich ausgezeichnet als Mitbringsel bei einem Besuch, oder als kleines Geschenk zum Geburtstag und an Weihnachten, oder einfach als Dankeschön für einen lieben Menschen.

Sie ist erhältlich

  • bei Familie Roger Franke in Malmsheim,
  • in der Hilfsgüterannahmestelle in Mössingen,
  • in der Bücher-Oase, Falltorstraße 80, in Mössingen
  • sowie am Stand des CVJM auf dem Mössinger Weihnachtsmarkt am 9. Dezember.

Hilfsgüterannahmestelle in Mössingen

Die Stadt Mössingen hat uns gebeten, das Haus in der Bahnhofstraße zu räumen, weil das Gelände in den nächsten Jahren bebaut werden soll und das Haus abgerissen wird. Als Alternative hat uns die Stadtverwaltung ein Gebäude in Öschingen, Reutlinger Straße 27, angeboten. Die Gespräche darüber dauern zurzeit noch an. Ein Termin für den Wechsel steht deshalb noch nicht fest. Sollte sich keine andere Möglichkeit ergeben, werden wir voraussichtlich im Frühjahr das neue Domizil in Gebrauch nehmen. Über die Änderungen werden wir Sie im nächsten Rundbrief informieren.

Geänderte Öffnungszeiten in der Annahmestelle

In den letzten Monaten hat sich gezeigt, dass am Samstagmorgen von 9 Uhr bis 10 Uhr kaum Hilfsgüter abgegeben werden. Deshalb hat unser Packteam folgende neuen Zeiten beschlossen:
jeden Freitag von 14.30 Uhr bis 17.30 Uhr,
jeden Samstag von 10 Uhr bis 12 Uhr.
Diese Öffnungszeiten gelten vom neuen Jahr an.

Öffnungszeiten über Weihnachten:
Die Annahmestelle ist je einschließlich
von Samstag, 22. Dezember, bis Donnerstag, 10. Januar, geschlossen. Wir bitten um Beachtung.

Nun wünsche ich Ihnen von Herzen eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit, sowie ein gesundes und gesegnetes neues Jahr, den Frieden Gottes und den Heiligen Geist. Es grüßt Sie sehr herzlich auch im Namen von Vorstand und Ausschuss

Ihr Siegfried Schanz

P.S.:
Wir möchten gerne unseren Adress-Bestand aktuell halten. Bitte teilen Sie uns Änderungen mit.

Sie helfen uns auch, Portokosten einzusparen, wenn Sie uns Ihre Mailadresse zukommen lassen. Vielen Dank