Rundbriefe

Rundbrief April 2019

Liebe Paten, Spender und Freunde der Rumänienhilfe,

„Aber am ersten Tag der Woche sehr früh kamen die Frauen zum Grab. Sie fanden aber den Stein weggewälzt.“ (Lukas 24,1.2) Mit diesem Oster-Wort grüße ich Sie sehr herzlich. Es erinnert uns an die schmerzliche Erfahrung, dass der Tod zu unserem Leben gehört. Krankheit, Leiden und Sterben sind Teil unseres Lebens. Auch Jesus ist davon nicht verschont geblieben. „Er war in allem wie wir,“ heißt es im Hebräerbrief.

Ist das nicht ungemein tröstlich? Das bedeutet doch, dass es kein Leid, keinen Schmerz und auch kein Sterben gibt, das er nicht mitfühlen könnte, ja, das er nicht selbst durchlitten hätte. Gott weiß um unsere innere und äußere Not, was auch immer es sei – und findet sich doch nicht damit ab.

Hinter dem Kreuz auf unserem Bild geht schon die Sonne auf. Es bleibt nicht ewig dunkel. Die Frauen finden am Ostermorgen den Stein vom Grab weggewälzt. Jesus lebt. Er ist auferstanden. Der Tod ist überwunden.

Diese gültige und ewige Wahrheit macht uns gewiss, dass Jesus stärker ist als der Tod, größer als jede Sünde und größer als jede Not. Darum haben Christen eine unzerstörbare Hoffnung. Sie geben nicht auf, auch wenn eine Sache noch so aussichtslos erscheint. Sie kämpfen gegen Armut, Hoffnungslosigkeit und Krankheit, bis Jesus wiederkommt. Wenn sein neues Reich anbricht, dann können wir getrost die Hände in den Schoß legen. Vorher nicht. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein frohes und gesegnetes Osterfest.

Dasselbe wünschen wir natürlich auch unseren Partnerfamilien in Rumänien sowie allen, denen wir im Namen Jesu Hilfe zuteilwerden lassen. Wir danken Ihnen, liebe Paten und Spender, dass wir Ihre Hände und Füße sein dürfen und in Ihrem Namen mehr als 1.000 Familien lebensnotwendige Hilfe bringen können. Ich möchte Ihnen allen aus tiefstem Herzen danken, dass Sie uns auch in den vergangenen Monaten mit Spenden und Hilfsgütern großzügig unterstützt haben. Möge Gott Sie dafür reichlich segnen. Sie dürfen gewiss sein, dass in Rumänien viele Menschen die Hände für Sie falten und Gott danken, dass es Sie gibt.

Die Hilfsgütertransporte gehen weiter

Im Januar und März konnten wir zwei ganze Lastwagenladungen voll mit Kleidern, Schuhen, Nähmaschinen, Holzöfen und anderen wichtigen Gütern nach Rumänien bringen. Ich werde immer wieder gefragt, ob diese Dinge weiterhin notwendig sind. Ich antworte mit einem uneingeschränkten „Ja“.

Ein Beispiel: Alte ausgediente Holzöfen oder Beistellherde wie sie bei uns vor 40 und 50 Jahren noch in vielen Wohnungen standen, sind in Rumänien sehr begehrt. In den „Behausungen“ von Roma-Familien gibt es in vielen Fällen nur offene Feuerstellen. Wenn das Holz ausgeht, wird mit Plastikmüll geheizt. An diesen Feuerstellen wird auch gekocht. Was für ein Segen, wenn ein zwar alter, aber intakter Holzofen zum einen weniger Brennholz benötigt als eine offene Feuerstelle und zum andern der Rauch durch ein Ofenrohr hinausgeleitet wird.

Wie werden die Hilfsgüter verteilt?

Pfarrer Constantin Moisa aus Adjud betreut das Roma-Dorf Marascheschti. Dort wohnen ungefähr 600 Familien mit im Durchschnitt jeweils fünf bis acht Familienmitgliedern. Mit einer Lastwagenladung aus Deutschland kann er knapp 200 Familien mit je einem Kleiderkarton versorgen. Bei sechs Transporten erhält jede Familie etwa zweimal im Jahr einen Bananen-Karton mit Kleidern. Das ist nicht viel. Pfarrer Moisa achtet sehr darauf, dass die Hilfsgüter gerecht verteilt werden. Wenn jemand ein Kleidungsstück nicht brauchen kann, tauscht er mit den Nachbarn.

Lebensmittelhilfe

Im Januar erreichten uns mehrere Bitten um Lebensmittelhilfe. In den Roma-Dörfern ist keine Vorratshaltung möglich. Es gibt keine Keller, keinen Speicher und keine Kühl- oder Gefrierschränke. Wenn zudem das Geld knapp ist, kommt es regelmäßig in den kalten Wintermonaten von Februar bis März oder April zu Engpässen bei der Versorgung. Die ärmsten Familien erhalten deshalb von uns Lebensmittelhilfe: Mehl, Öl und andere Grundnahrungsmittel. So schaffen sie es über den Winter. Den Sommer über können sie in bescheidenem Umfang Gemüse und anderes kultivieren.

Heidelbeer-Marmelade aus den Karpaten

Wir sind sehr dankbar, dass wir bis Mitte März bereits alle tausend Marmeladegläser abgeben konnten. Viele von unserem Freundeskreis haben sich erfreut und dankbar über die köstliche Bio-Heidelbeer-Marmelade aus den Karpaten geäußert. Das hat uns ermutigt, auch in diesem Jahr wieder tausend Gläser in Brodina bei Elena Torac zu bestellen. Frau Torac ist die gute Seele dieses Ortes. Arme Familien sammeln die Heidelbeeren im Wald. Frau Torac kauft sie für einen fairen Preis auf. Das Geld dafür bekommt sie von der Rumänienhilfe. Dann kocht sie ehrenamtlich die Marmelade ein. Nach einem Aufruf übers Internet haben uns viele von unserem Freundeskreis Marmeladegläser in die Annahmestelle gebracht. So konnten wir mit dem Transport am 16. März genügend Gläser nach Brodina schicken. Jetzt müssen wir nur noch einen Weg finden, wie die vollen Marmeladegläser wieder zu uns kommen.

Hilfsgüter – was wird benötigt?

Zunächst möchte ich mich ganz herzlich bedanken für viele gut erhaltene Kleider, Kinderkleider, Fahrräder, Schuhe, Pflegeartikel (Windeln für Erwachsene, Orthesen, Krücken, Rollatoren, Rollstühle…), Teppiche, Nähmaschinen, Gartengeräte, Matratzen und vieles andere. Das wird alles in Rumänien herzlich gerne angenommen. Wenn Sie außerdem Ihre Sachen bereits in Bananenkartons verpackt bringen, freut sich unser Packteam über alle Maßen.
In Bedrängnis kommt das Team allerdings, wenn Kleider nicht sauber sind, Matratzen grobe Flecken haben und Marmeladegläser noch Etiketten oder gar zerkratze Deckel aufweisen. Bitte sagen Sie doch in Ihrem Bekanntenkreis weiter, was uns wirklich hilft. Vielen Dank!

Hilfsgüterannahmestelle in Mössingen

Noch bis auf Weiteres bleibt unsere Annahmestelle in der Bahnhofstraße 36. An dem uns von der Stadt Mössingen angebotenen Gebäude in Öschingen muss noch einiges gerichtet werden, damit es verkehrssicher ist. Im Augenblick ist noch unklar, wie lange das dauert. Bitte bringen Sie also Ihre Hilfsgüter vorläufig weiterhin in die Bahnhofstraße. Wir werden Sie informieren, sobald der Umzug bevorsteht.

Das Packteam sucht Verstärkung

Es zeigt sich, dass der Andrang in der Hilfsgüterstelle weiterhin anhält. Das ist natürlich sehr erfreulich. Aber es zeigt sich auch, dass unser Packteam noch Verstärkung brauchen könnte.
Wenn jemand am Freitagnachmittag oder am Samstagmorgen Zeit zum Helfen hat, und sei es auch nur einmal im Monat, würde uns das schon sehr helfen. Manchmal muss man auch unter der Woche Kartons mit Kleidern packen, wenn das Team am Freitag oder Samstag nicht alles wegschaffen konnte. Also, wer da mithelfen könnte, soll sich gerne bei uns melden.

Auskunft geben auch Robert und Renate Weiß in Kusterdingen, Tel. 07071-915208

Öffnungszeiten in der Annahmestelle:
jeden Freitag von 14.30 Uhr bis 17.30 Uhr,
jeden Samstag von 10 Uhr bis 12 Uhr.

Öffnungszeiten über Ostern:
In den Osterferien ist die Annahmestelle je einschließlich
von Sonntag, 15. April bis Sonntag, 28. April, geschlossen. Wir bitten um Beachtung.

Nun wünsche ich Ihnen von Herzen eine frohe und gesegnete Passions- und Osterzeit. Es grüßt Sie sehr herzlich auch im Namen von Vorstand und Ausschuss

Ihr Siegfried Schanz

 

 

 

P.S.: Wir möchten gerne unseren Adress-Bestand aktuell halten. Bitte teilen Sie uns Änderungen mit.

Bei Spenden und Überweisungen bitte Ihren Namen und Ihre Adresse nicht vergessen. Wir möchten uns gern bei Ihnen bedanken und Ihnen eine Spendenbescheinigung zukommen lassen. Vielen Dank